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Abstract
Kinder oder Jugendliche können aus unterschiedlichen Gründen mit Geschlechteranforderungen in Konflikt geraten. Inter* Personen lassen sich körperlich nicht den Kategorien männlich oder weiblich zuordnen. Trans* Personen identifizieren sich nicht mit dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugeordnet wurde. 16% der unter 30-Jährigen beschreiben sich nicht als ausschließlich heterosexuell. Und viele Kinder oder Jugendliche ecken damit an, dass sie sich nicht geschlechtsstereotyp verhalten.

Metaanalysen zeigen, dass lesbische, schwule, bisexuelle und trans* (im Folgenden: queere) Jugendliche drei bis vier Mal so oft versuchen ihrem Leben ein Ende zu bereiten wie heterosexuell-cisgeschlechtliche Jugendliche. Fachkräfte an Schulen und Jugendeinrichtungen haben daher eine besondere Verantwortung für queere Kinder und Jugendliche. Dennoch wird sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Schule meist ignoriert. In einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung 2016 berichtete die Hälfte der unter 30-Jährigen, dass es in ihrer Schullaufbahn keine Mitschüler*innen gab, die offen mit einer nicht-heterosexuellen Orientierung umgegangen sind. Zwei Drittel berichteten, dass Lehrkräfte niemals Unterrichtsbeispiele oder Schulmaterialien verwendet haben, in denen auch Lesben, Schwule oder Bisexuelle vorkamen. Wenn sexuelle oder geschlechtliche Vielfalt vorkommen, dann meist abwertend, beispielsweise indem „schwul“, „Schwuchtel“ oder „Lesbe“ als Schimpfwörter verwendet werden.

In diesem Expert Talk wird Dr. Ulrich Klocke über die Situation queerer Schüler*innen berichten und sozialpsychologische Befunde präsentieren, wie ihre Situation verbessert werden kann. Dabei möchte er mit Ihnen drei Leitfragen diskutieren.

Der Experte
Dr. Ulrich Klocke ist Sozialpsychologe an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er forscht und lehrt zu Vorurteilen und Diskriminierung, insbesondere gegenüber queeren Personen, und wie man sie abbauen kann. Er hat Befragungen an Schulen, bei Lehrkräften und bei Jugendlichen durchgeführt, hält regelmäßig Vorträge vor pädagogischen Fachkräften, hat aber auch Antidiskriminierungs-Workshops für die Bundeswehr gegeben.

Leitfragen

  1. Welche konkreten Erfahrungen mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt oder Diskriminierung haben Sie im Kontext Schule gemacht?
  2. Was können Schulleitungen, Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte tun, um die Situation queerer Schüler*innen zu verbessern?
  3. Was kann die (Schul-)Psychologie tun, um dabei zu helfen?

Referentin/Referent
Dr. Ulrich Klocke

Am 27.6. um 19 Uhr starten wir in eine neue Runde unserer Insight Into-Veranstaltungen. Diesmal haben wir Nele Stegemerten bei uns zu Gast, die uns etwas über ihre Arbeit innerhalb des Projekts Mind the Mind erzählt.

Mind the Mind ist ein Projekt im Rahmen der Social Impact Initiative der EFPSA, das zur gesellschaftlichen Entstigmatisierung von psychischen Störungen beiträgt.

Das Projekt ist an Schulen, Universitäten und weiteren Einrichtungen unterwegs, um in den offenen Austausch über psychische Störungen zu gehen, darüber aufzuklären und erste Unterstützung im Umgang mit Betroffenen anzubieten.

Auch dieses Mal ist eure aktive Mitgestaltung gefragt und ihr könnt Nele Stegemerten eure Fragen stellen.

Wenn ihr also Lust und Zeit habt, dann seid am 27.6. um 19 Uhr dabei und meldet euch schnell an!

Wir freuen uns schon, euch zahlreich online begrüßen zu dürfen.

Wie finde ich mein ersten Job?

Datum: 10. Mai 2021
Uhrzeit: 0:00 - 0:00
Ort: virtuell

Offener Frage-Abend mit Thordis Bethlehem (Vorsitzende der Landesgruppe Baden-Württemberg) und Claudia Rockstroh (Vorsitzende der Landesgruppe Mitteldeutschland)

Anmeldung unter geschaeftsstelle@bdp-mitteldeutschland.de

Wir freuen uns auf euch und eure Fragen!

be-in Psychologie! Berufsfestival 2021

Startdatum: 22. März 2021 - Enddatum: 28. März 2021
Uhrzeit: 0:00 - 0:00
Ort: online